Bubble Tea: Der Trendtee, der die Figur explodieren lässt

Redaktion 9. Juli 2012 0
Bubble Tea: Der Trendtee, der die Figur explodieren lässt

Trendige Jugendliche, oder die sich dafür halten, haben mit Bubble Tea ein neues Getränk für sich entdeckt: Knallig-bunt, supersüß und wer kräftig am Strohhalm saugt, erlebt ein Geschmackserlebnis, wenn die Perlen im Mund zerplatzen.

In Großstädten ist der Export aus Taiwan der letzte Schrei. Nachdem die Fast-Food-Riese McDonald’s das Modegetränk bei seinen 850 Café-Filialen ins Sortiment aufgenommen hat, erreicht es nun auch die Peripherie Deutschlands.

Bubble Tea ist ein Potpourri aus Tee, Milch und Fruchtsirup. Der Clou in der Flüssigkeit sind die Perlen, die sogenannten Toppings. Dabei handelt es sich um erbsengroße Kugeln aus Tapioka ? die gewonnene Stärke aus der Maniokwurzel ? oder Fruchtsaft-Perlen. Sie werden zusammen mit dem Mischgetränk aus Tee und Milch durch einen überdimensionalen Strohhalm eingesaugt. Im Mund platzen sie anschließend auf und geben das Aroma ab. Den Geschmacksrichtungen sind bei der Auswahl keine Grenzen gesetzt.

 

Gefahr für Kleinkinder

Doch der süße, aromatisierte Softdrink begeistert abseits der Jugend-Szene niemanden. Ärzte, Verbraucherschützer und Krankenkassen warnen sogar vor dem Modegetränk. Obwohl Tee und Milch enthalten sind, ist der Exotik-Trink alles andere als gesund. Für Kinder unter fünf Jahren sogar lebensgefährlich, denn sie können sich an den Perlen verschlucken und schlimmstenfalls daran ersticken, wie Kinder- und Jugendärzte kritisieren. Über die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe ist noch gar nicht zu reden.

Stiftung Warentest geht mit dem Modegetränk hart ins Gericht. Für die Juli-Ausgabe des Magazins wurden vier unterschiedliche Sorten des Softdrinks unter die Lupe genommen. Fazit: Figurfetischisten sollten einen Bogen darum machen, denn Bubble Tea ist eine echte Kalorienbombe. Ein Becher (0,3 Liter) kann auf 300 bis 500 Kalorien kommen – bis zu dreimal so viel wie bei Cola.

Auch die Süße kommt nicht von ungefähr: In einem halben Liter steckten zwischen 50 und 60 Gramm Zucker – so viel wie vergleichsweise in einer Cola. Bei einem Anbieter waren es sogar 90 Gramm Zucker. Wie Stiftung Warentest in einer Pressemitteilung erklärt, entspricht das einer Menge von 30 Stück Würfelzucker.

Bedenkliche Farbstoffe, die keiner erfährt

Zudem zeigt die Aromaanalyse, dass Fruchtaromen nur in sehr geringen Mengen vorkommen. Der Geschmack wird überwiegend künstlich hergestellt. Substanzen, die Mediziner aufhorchen lassen. Die bunten Farben wurden durch sogenannte Azofarbstoffe erzielt, die im Verdacht stehen, Aufmerksamkeitsdefizite und Hyperaktivität bei Kindern zu fördern.

Davon erfährt der Verbraucher nichts. Obwohl es seit zwei Jahren eine EU-Verordnung gibt, auf die Stoffe hinzuweisen, ist auf dem Bubble-Tea-Becher nichts zu sehen. Einfacher Grund: Der Warnhinweis gilt nur für verpackte Lebensmittel. Da der Softdrink aber über die Theke wandert, zählt dieser zu den unverpackten Lebensmitteln.

 

 

Quelle: NachrichtenGesundheit NachrichtenBubble Tea – Der explosive Trendtee

Bild von Ewan Munro.


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