Haarpflege: Für jeden Haartyp die richtige Pflege

Redaktion 17. Oktober 2011 0
Haarpflege: Für jeden Haartyp die richtige Pflege

Welcher Haartyp bin ich?

Feines Haar fühlt sich sehr dünn und leicht an, wenn Sie mit den Fingern hindurchfahren. Außerdem verliert es nach dem Styling sehr schnell an Form und Volumen. Fühlt sich Ihr Haar vom Ansatz bis in die Spitzen rau an, handelt es sich um trockenes Haar. Es hat keinen Glanz, da die aufgeraute Schuppenschicht kein Licht reflektiert. So sieht es immer spröde aus.

Geschädigtes, strapaziertes Haar verfügt über einen gesunden Haaransatz. Die Spitzen jedoch fühlen sich spröde und trocken an. Die schützende Schuppenschicht des Haares ist kaputt, es verliert an Schwung und Kraft. Ursachen können chemische Behandlungen wie Dauerwellen oder Färbungen sein. Eine Überproduktion an Talg ist der Auslöser für fettiges Haar, das häufig strähnig und schmierig aussieht und oft gewaschen werden muss.

 

Diese Pflege hilft Ihrem Haar

Trockenes Haar braucht besonders reichhaltige Pflege. Proteine schenken ihm mehr Struktur und Widerstandskraft. Greifen Sie deshalb zu Shampoo, Spülung und Co. mit Proteinen als Zusatzstoff. Hafer- oder Weizenprotein reparieren kleine Haarschäden ohne zu überpflegen, denn dazu neigt der trockene Haarschopf. Ebenfalls wichtig: Feuchtigkeit. Gesundes Haar enthält circa zehn Prozent. Um den natürlichen Feuchtigkeitshaushalt zu unterstützen, sind Pflegeprodukte mit Algen oder Meeresmineralien zu empfehlen. Um mehr Volumen ins Haar zu bringen, eignen sich Pflege- und Stylingprodukte mit Volumeneffekt.

Pflegetipp aus der Küche – Avocadomaske:
Das Fleisch einer reifen Avocado mit zwei Esslöffeln Sonnenblumenöl und etwas Zitronensaft zu einem Brei verrühren und anschließend im feuchten Haar verteilen. Die Haare mit Folie abdecken und in ein Handtuch wickeln. Durch die Wärme dringen die Wirkstoffe besonders gut ein. Nach 15 Minuten gründlich mit lauwarmem Wasser ausspülen, bis keine Reste mehr im Haar sind.

Bei geschädigtem, strapaziertem Haar sollten Sie auf Dauerwellen, Glätteisen und Coloration verzichten. Gönnen Sie dem Haar eine Atempause. Bleiben Kamm oder Bürste immer wieder in den Haarspitzen hängen, haben sie Spliss. Egal, was Ihnen die Werbung vorgaukelt: Spliss ist irreparabel und wird nur beseitigt, wenn Sie die Haare abschneiden. Anti-Spliss-Produkte zögern den Besuch beim Friseur lediglich hinaus, ersetzen können sie ihn nicht. Eine Wohltat sind reichhaltige Kuren, die Sie sorgfältig ins Haar einmassieren. Föhnen Sie statt heiß besser lauwarm und kämmen Sie feuchtes Haar immer mit einem grobzinkigen Kamm.

Pflegetipp aus der Küche – SOS-Maske mit Honig:
Ein Ei, einen Teelöffel Honig und zwei Teelöffel Olivenöl verrühren und ins nasse Haar einmassieren. Dann gut mit Folie und Handtuch abdecken (Wärmeeffekt!) und mindestens 30 Minuten einwirken lassen. Danach ausspülen und mit einem milden Shampoo, zum Beispiel für Babys, gründlich auswaschen.

Feines Haar reagiert auf ähnliche Produkte wie trockenes Haar. Proteine können die Struktur verbessern und es aufbauen. Wichtig ist, eine Pflege zu wählen, die das Haar nicht beschwert. Bevor Sie Ihr Haar stylen, sollte es wirklich trocken sein, da Restfeuchtigkeit die Frisur platt macht. Kuren, Packungen und Masken sollten nicht auf den gesamten Kopf, sondern nur in die Spitzen eingearbeitet werden, da sie feines Haar beschweren.

Pflegetipp aus der Küche – Gelatine für dickeres Haar:
Um das Haar dicker erscheinen zu lassen, können Sie Gelatinepulver ausprobieren. Einfach einen Esslöffel davon zum Shampoo geben und die Haare wie gewohnt waschen, dann ausspülen.

Fettiges Haar ist eine echte Herausforderung. Greifen Sie immer zu mildem Shampoo (Babyshampoo) und tragen Sie es sanft auf. Wer zu kräftig massiert, regt die Talgproduktion der Kopfhaut an, das Haar fettet schneller nach. Die Talgproduktion kann genetisch bedingt sein, an einer hormonellen Störung oder auch der falschen Pflege liegen. Vorteil: Wer fettiges Haar hat, kämpft selten mit trockenem oder stumpf aussehendem Haar.

Waschen Sie fettiges Haar nie zu heiß, sondern so kühl wie möglich. Heißes Wasser trocknet die Kopfhaut aus – die Talgproduktion wird angeregt. Gleiches gilt für Pflegeprodukte mit Alkohol. Auch sie trocknen die empfindliche Kopfhaut stark aus. Verzichten Sie auf Kopfbedeckungen und lassen Sie viel Luft an Ihr Haar. Reinigen Sie außerdem regelmäßig Ihre Kämme und Bürsten mit einem milden Shampoo. Rückfettende Produkte sowie Kuren mit Ölen sollten vermieden werden. Da die Kopfhaut über Nacht viel Talg produziert, waschen Sie Ihr Haar immer morgens.

Pflegetipp aus der Küche – Leichte Kräuterspülungen:
Getrocknete Kamillenblüten, Rosmarin-, Salbei- oder Brennnesselblätter wie einen Tee zubereiten und erkalten lassen. Die gewaschenen Haare damit spülen. Die pflanzlichen Wirkstoffe beruhigen die Kopfhaut und können die Fettbildung regulieren. Auch eine Packung mit Heilerde (z. B. Luvos) kann helfen. Einige Esslöffel Erde mit Wasser anmischen und auf dem Kopf verteilen. Die Erde zieht das Fett an und bindet es. Dann gründlich ausspülen.

 

Tipps für alle Mähnen

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung tut den Haaren gut, denn Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente sind für unseren Kopfschmuck wichtig. Achten Sie deshalb auf ausreichend Obst, Gemüse, Fisch und Geflügel sowie Vollkornprodukte auf Ihrem Speiseplan.

Waschen Sie Ihr Haar nie zu heiß. Das greift die Kopfhaut an und ist nicht gut fürs Haar. Je kühler das Wasser, desto besser. Ein abschließender kalter Guss nach dem Waschen schließt außerdem die Schuppenschicht des Haares und verleiht ihm so mehr Glanz.

Wer zu heiß föhnt, schadet seinem Haar. Auch wenn es länger dauert: Föhnen Sie auf Kaltstufe und Ihr Haar dankt es mit tollem Glanz, weniger Trockenheit und Spröde. Außerdem fixiert kalte Luft Ihre Frisur wesentlich besser als warme. Anstelle von Bürsten sollten Sie grobzinkige Kämme zur Pflege verwenden.

Kämmen Sie die Haare vor dem Waschen aus, um Staub, Schmutz und Stylingprodukte zu entfernen. Dadurch sparen Sie sich den zweiten Waschgang. Spülen Sie Ihr Haar immer gründlich. Den Spruch «bis es quietscht» dürfen Sie wörtlich nehmen.

Shampoo muss nicht schäumen, um zu reinigen. Darum verschwenden Sie bitte nicht die halbe Flasche, um das Haar sauber zu bekommen. Je nach Haarlänge genügt eine haselnuss- bis walnussgroße Menge.

Ganz egal, welchen Haartyp Sie haben: Reinigen Sie regelmäßig Bürsten, Kämme, Zopfhalter und Haarspangen mit einem milden Shampoo.

 

Haarpflege auf dem Prüfstand

Die Shampoo-Industrie verspricht wahre Wunder: mehr Glanz, mehr Volumen oder eine Revitalisierung strapazierter Haare. Aber halten die Produkte wirklich, was sie versprechen? Wir haben nachgeforscht.

 

 

Quelle: NewsReisen & Leben NewsFrisurtipps – Für jeden Haartyp die richtige Pflege

Tags: Farbe | Gel-Frisur | Haare | Haarkur | Haut | Hautpflege


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