Prostatitis: Täglich frischen Brokkoli

Redaktion 6. September 2011 0
Prostatitis: Täglich frischen Brokkoli

Warum kommt es bei Männern mit Prostatabeschwerden zu Sexproblemen? Was kann man dagegen tun, und wie können Frauen ihre Männer unterstützen? Der Spezialist für Männerkrankheiten, Urologe Dr. Heribert Schorn klärt auf.

 

Herr Schorn, was wissen Männer über die Prostata?

 

Wenig. Den meisten Männern wird sie erst bewusst, wenn sie entzündet ist oder durch eine gutartige Vergrößerung mit Problemen auf sich aufmerksam macht.

 

Viele Männer mit Prostatitis klagen über Sexualprobleme. Weshalb?

 

Oft haben sie Schmerzen und Missempfindungen bei und nach der Ejakulation. Andere berichten über eine eingeschränkte und schwache Erektion. Inwieweit es hier Mechanismen gibt, die direkt in die Erektionsfähigkeit eingreifen, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt.

 

Was hilft bei Beschwerden?

 

Bei Fieber und starken Schmerzen ist eine sofortige Antibiotikatherapie angeraten. Sind die Beschwerden schwächer, sollte vor der Antibiotikavergabe zunächst versucht werden, die Bakterien durch eine Urinprobe und Spermauntersuchung zu identifizieren. Begleitend zur Therapie sollte der Patient möglichst täglich ejakulieren, um die Bakterien auch mechanisch an die Luft zu setzen.

 

Wie können Frauen ihren Männern bei Erektionsproblemen beistehen?

 

Frauen sollten behutsam die Gespräche auf das Thema lenken. Es ist fatal, wenn die Frau diese Störung auf sich bezieht und die Frage stellt, ob sie nicht mehr attraktiv genug sei. Dann kommt man in einen Teufelskreis: Die unbefriedigende Sexualität führt zur Vermeidung von Sex und bringt Frustration.

 

Sie therapieren Prostatitis auch mit Brokkoli. Hilft das wirklich?

 

Ja, sicher. Brokkoliblütenstände beinhalten antibakteriell wirkende Substanzen, die auch entzündungshemmend wirken. Viele Patienten, die eine mehrwöchige Brokkoli-Kur mit abgekochtem und täglich frisch zubereitetem Brokkoli durchgehalten haben, berichten über eine Besserung. Leider gibt es darüber noch keine wissenschaftlichen Studienergebnisse.

 

Ergänzung zum Thema Prostatavorsorgeuntersuchung

 

Bild 01: Dr. Heribert Schorn, Urologe (Quelle: privat)

Text: Stephanus Parmann

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