Entwicklung der Geschlechtskrankheiten

Redaktion 17. August 2011 0
Entwicklung der Geschlechtskrankheiten

In den letzten Jahrzehnten glaubte man, die Zahl der Neuerkrankungen bei den Geschlechtskrankheiten sei rückläufig, doch das war leider ein Irrtum.

 

Wenn man im medizinischen Sinne von Geschlechtskrankheiten spricht, so sind damit einerseits die Krankheiten gemeint, die die Geschlechtsorgane von Mann und Frau unmittelbar betreffen und andererseits auch alle Erkrankungen, die durch Geschlechtsverkehr in jeder Form übertragen werden können.

Während in der Geschichte eher Syphilis und Gonorrhoe eine Rolle spielten, geraten zunehmen andere Erreger auf Grund steigender Zahlen von Neuinfizierten ins Visier der Mediziner. So kam man auch den HP Erregern auf die Spur und fand damit die Ursache für Gebärmutterhalskrebs. Inzwischen gibt es dagegen einen sehr wirksamen Impfstoff.

Weit gefährlicher sind zum Beispiel die Chlamydien, bei denen man davon ausgeht, dass sie bei mehr als drei Vierteln der Menschheit in Atemwegen und feuchtwarmen Körperhöhlen zu finden sind. Hier ist in erster Linie die Diagnostik sehr schwierig, da sie sich im Labor nur mit komplizierten Untersuchungen nachweisen lassen. Auch ist hier die Rate der Resistenzen gegen klassische Antibiotika wie Penizillin und Tetrazykline sehr hoch. Mit Gyrasehemmern kann man dagegen vorgehen, aber die Langzeitschäden für das Verdauungssystem lassen die auf Grund der Lebenszyklen der Chlamydien notwendigen langen Behandlungszeiten bei den dadurch verursachten Geschlechtskrankheiten nicht zu.

Ein weiteres schwerwiegendes Problem ist AIDS, das zum Großteil über ungeschützten Verkehr übertragen wird. Dadurch wird das gesamte Immunsystem in Mitleidenschaft gezogen und der körperliche Verfall der Patienten kann derzeit nur aufgehalten, aber nicht gestoppt werden. Trotz der intensiven Forschung der Mediziner konnte noch kein flächendeckend anzuwendender Impfstoff gefunden werden. Vor allem in Afrika steigt die Zahl der Neuinfizierten stündlich an. Ganze Waisenhäuser sind mit Kindern gefüllt, deren Eltern der HIV Infektion zum Opfer gefallen sind.

Unter den Geschlechtskrankheiten spielt auch Hepatitis B eine große Rolle. Die Behandlung gestaltet sich äußerst schwierig und verursacht als unerwünschte Nebenwirkungen andere körperliche Schäden.

Bei der Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten wird in erster Linie auf Aufklärung und Prävention gesetzt, was in einigen Regionen der Welt auf Grund einer niedrigen Alphabetisierungsrate und fehlenden modernen Telekommunikationsmitteln nur schwer durchführbar ist.

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